Ambitable – Couchtisch mit integriertem Display und mehr – Teil 1/4

Da ich seit langem einen derzeit als Staubfänger fungierenden 17″-Monitor in etwas sinnvolles verbauen wollte, habe ich den Entschluss gefasst, mir einen Couchtisch mit integriertem Display und Musik-Streaming-Client zu bauen. Dieses Vorhaben bedarf allerdings einiges an Planung:

Konstruktion und Material des Tisches: 
Ich habe mich für eine eigene Konstruktion aus Holz entschieden. Massives Birkenholz dient als Tischplatte und Grundgerüst. Stabilisiert wird das Ganze durch einen Innenrahmen und Zwischenverstrebungen aus Kantholz. Hier habe ich 4x4cm-Kiefern-Kanthölzer aus dem lokalen Baumarkt verwendet. 

Demontage des Displays:
Nach Lösen der Gehäuseschrauben und der inneren Verschraubung im Displayrahmen kann man das Display mit Metallrahmen aus dem Gehäuse nehmen. Bevor das Display aus dem Rahmen genommen werden kann, muss die Steckverbindung zum Board mit I/O-Switch und Einstellungstasten getrennt werden. Außerdem ist darauf zu achten, ob mögliche Anschlusskabel für integrierte Lautsprecher oder ähnliches vorhanden sind. In dem Fall sind diese mit Pinzette oder kleinem Schlitzschraubendreher zu lösen.  Das Gehäuse mit integrierten Lautsprechern wird beiseite gelegt und die Bezeichnung der Schalter am Gehäuserahmen in richtiger Reihenfolge notiert. Nun ist das Display aus dem Plastikgehäuse gelöst und sollte – für mich selbstverständlich – mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Es dürfen keine Gegenstände auf das Display gelegt werden oder spitze bzw. scharfe Gegenstände auf die Displayoberfläche einwirken. Jeglicher Druck ist zu vermeiden.

Im Folgenden habe ich die Demontage des Displays mit Fotos Schritt für Schritt dokumentiert.


Der Monitor bevor er „geschlachtet“ wurde. © 2011 by nugaxstruxi
Nachdem die Schrauben gelöst sind, kann das Backcover abgehoben werden. Allerdings ist bei diesem Monitor der Standfuß am Backcover befestigt und so kann es leicht passieren, dass der Standfuß bei der Demontage zu Boden fällt. Da ich diesen so oder so nicht wieder brauche entfällt der Schrecken. Beim Abheben des Covers ist auf die interne Verkabelung zu achten.
Vorsichtig muss das Lautsprecherkabel der integrierten Lautsprecher auf dem Board gelöst werden.
 © 2011 by nugaxstruxi
Die Abdeckung der Monitorrückseite mit integrierten Lautsprechern.
 © 2011 by nugaxstruxi
Oben ist das Lösen der Verkabelung und das Backcover zu sehen. Dies kann nach der erfolgreichen Demontage beiseite gelegt werden. Wenden wir uns wieder dem Display selbst zu. Da das Frontcover nicht mehr zeitgetreu aussieht und ich keinen zu großen Versatz beim Einbau in die Tischplatte haben möchte, muss das Frontcover ebenfalls entfernt werden. Dieses  ist an 8 Punkten verschraubt. Bevor Rahmen und Display allerdings getrennt werden können, muss das kleine Flachbandkabel zum I/O-Switchboard getrennt werden, damit es zu keiner Beschädigung beim Ausbau kommt. Hierzu habe ich wieder die Pinzette verwendet, da der Kontaktstecker sehr klein und das Kabel sehr dünn ist.
Lösen des Flachbandkabels zum I/O-Switchboard. © 2011 by nugaxstruxi
Das Lösen des Kabels war aufgrund der geringen Größe sehr zeitaufwendig. Unten noch eine Nahaufnahme des Switchboards.
Nahaufnahme des I/O-Switchboards. © 2011 by nugaxstruxi
Nun können Display und Rahmen getrennt werden. Das Switchboard ist noch mit dem Rahmen verschraubt. Über das Switchboard wird sowohl das Display ein- und ausgeschaltet, als auch jede Einstellung, was Kontrast, Helligkeit, Bildposition etc. getätigt. Da dieses Board also essentiell ist, muss es ebenfalls demontiert werden. 
Display und Rahmen nach der Demontage. © 2011 by nugaxstruxi
Mit dem richtigen Werkzeug ist die Demontage kein Problem. 3 Schrauben müssen gelöst und ein Clips zurückgebogen werden.
Zur Demontage mussten nur 3 Schrauben gelöst werden.
 © 2011 by nugaxstruxi

Eine Nahaufnahme des Boards und der Tastenbelegung sind unten zu sehen. 


Switchboard mit Tastenbelegung. © 2011 by nugaxstruxi

Die Demontage des Displays ist damit abgeschlossen. Ich habe es grade gelagert, bis ich  es in den Tisch integrieren konnte. Da ich gemerkt habe, dass die Demontage wesentlich leichter als gedacht vonstatten gegangen ist, habe ich umso mehr Motivation gehabt, das richtige Projekt, den Tisch anzufangen. 

Die Planung ist zum Zeitpunkt des Display-Ausbaus bereits in vollem Gange gewesen, allerdings habe ich einige Prozesse und Ideen später noch hinzugefügt. An dieser Stelle vielen Dank an meinen Vater – der mich mit seinen Ideen inspiriert hat, an Ralf, der immer auf dem Laufenden gehalten werden wollte – mich dafür aber mit Ideen fast in den Wahnsinn gebracht hat und mich bei der Suche nach der möglichen Hardware für den Nettop unterstützt hat und vielen Dank an alle anderen, die ihre Ideen und ihre Kommentare dazu abgegeben haben (kommentieren könnt ihr übrigens hier auch). 
Im nächsten Blogeintrag lest ihr, wie ich mich zu welcher Hardware entschieden habe und könnt die Montage ebenfalls mittels Fotodokumentation verfolgen. Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt. Ich bin offen für kontruktive Kritik und weitere Ideen.


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