Ein verlängertes Wochenende in Nordspanien

Holá! Yo sólo hablo un poco de español.  Así que voy a escribir más sobre Alemán. ¡Disfruta del juego! Da meine Freundin beruflich insgesamt drei Monate in Spanien verbringt, habe ich genau in der Mitte ihrer Besuchszeit die Reise nach Nordspanien zu ihr aufgenommen. Da ich nicht gerne fliege und mich stets ein gewisses Maß an Höhenangst begleitet, war ich besorgt, die Flugreise auf mich zu nehmen. Los ging es am Flughafen Hannover mit Brussels Airlines im Flug SN 2640 nach Brüssel – und das schon um 06:45 Uhr morgens. Also hieß es für mich früh aufstehen und die S-Bahn um 05:06 Uhr nehmen. Für die Uhrzeit typisch war die Bahn verhältnismäßig leer. Am Flughafen angekommen wurde ich dann von Aufregung und etwas Angst gepackt. Ich wusste schon, dass der Abflug am Terminal A stattfindet – aber was, wenn das Online-Ticket ungültig ist, ein Step im Buchungsprozess nicht oder falsch durchlaufen wurde oder – viel schlimmer – der Flug ausfällt? Ich habe mich unheimlich auf das Wiedersehen nach sechs Wochen räumlicher Trennung gefreut, allerdings begleitet durch meine Flugangst und die Angst, dass einfach irgendwas organisatorisch daneben ging beim Buchen – oder das Wetter nicht mitspielt.

Der erste Flug brachte dann schon die ersten unangenehmen Überraschungen mit sich – statt eines „modernen Düsenjets“ fand der Flug in einer Propellermaschine mit insgesamt 20 Seats statt – Komfort war hier definitiv Fehlanzeige. Die Sitze haben geklappert, die Maschinen waren laut und das Interieur hat kein Gefühl von Sicherheit vermittelt. Sehr ungünstig, wenn sich dazu Flug- und Höhenangst gesellen! Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch startete ich dann pünktlich in Hannover. Draußen war es noch dunkel – bis man die ersten Sonnenstrahlen am Horizont über Brüssel gesehen hat. Brüssel bei Nacht bzw. in der Morgendämmerung ist wunderschön von oben zu betrachten. Wenn da nicht die Turbulenzen gewesen wären, hätte ich die Aussicht auch genießen können. Der Pilot ist zwei Mal wieder abgedreht, beim zweiten Landeanflug begann einer der zwei Propeller zu qualmen. Trotz beruhigender Worte des Bordpersonals wuchs meine Angst dadurch zusätzlich, sodass ich unglaublich froh war, als die Maschine endlich am Boden war. 

Der Flughafen in Brüssel ist größer, aber verwirrender als der hannoversche Flughafen. Mit dem Bus zum Gebäude gefahren erblickte ich als erstes die vielen Geschäfte mit belgischer Schokolade. Ein Paradies für Leckermäuler – aber nichts für Leute mit kleinem Geldbeutel! Mit Gedanken an die nette Verwandtschaft und nahe Freunde dachte ich, ich nehme eine kleine, ca. 6 x 6 x 1cm große Pralinenschachtel mit 20g Schokolade mit – allerdings waren mir ca. 50,00 € für ein paar Gramm Schokolade doch zu viel! 
Gate A40 am Flughafen in Brüssel
©2013 by nugaxstruxi
Nach drei Stunden Aufenthalt auf dem Flughafen ging es dann wieder zum Boarding ans Gate.  Nachdem nach und nach immer mehr Leute (kurz vor Boardingende) eintrafen, war ich etwas beruhigter, da ich diesmal etwas mehr Glück hatte und eine größere Maschine mit ca. 100 Seats und Turbinen erwischt hatte. Im Morgengrauen hob ich also – weitaus komfortabler – in Brüssel mit dem Flug SN 3713 ab, der der längere nach Bilbao in Nordspanien war. Lediglich die Landung war etwas wackelig – allerdings nichts im Vergleich zur wortwörtlich turbulenten Landung in Brüssel! Nach einer sehr kurzen Wartezeit an der Gepäckausgabe, während der sie mich schon durch die Glasscheibe beobachten konnte, konnte ich den Flughafen verlassen. Endlich war es soweit und ich konnte sie wieder in die Arme schließen! Mit einem laminierten, selbstgemachten Abholschild bestückt stand sie hinter der Sicherheitstür der Gepäckausgabe und hat auf mich gewartet. Nun war es mittags gegen 14:00 Uhr. Nach dem anstrengenden Vormittag und aufgrund von Regen und vielen dunklen Wolken am Himmel beschlossen wir, uns Bilbao am Tag der Abreise anzusehen und direkt wieder mit dem Mietwagen nach Pamplona in ihr Apartmenthotel zu fahren. Eigentlich wollten wir abends noch einkaufen und etwas die Altstadt von Pamplona ansehen – nur sind wir völlig kaputt um 19:00 Uhr abends eingeschlafen und erst wieder am nächsten Tag erwacht.

Blick auf den Rotondo Burlada aus dem Apartmenthotel in Pamplona
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Hand in Hand in Spanien
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Am ersten ganzen Tag in Spanien in meinem Leben hat sie mir nach einer sehr interessanten Autofahrt durch Berge und Täler der wirklich abwechslungsreichen Gegend im Norden Spaniens die kleine Hafenstadt San Sebastian gezeigt. Das Wetter war wunderschön – allerdings morgens mit ca. 12°C noch etwas frisch, sodass wir zu unserem Bedauern keine Badesachen eingepackt hatten. Dennoch haben wir wunderschöne Dinge gesehen und erlebt an diesem sonnigen Tag. Letztendlich hatten wir ca. 23°C und bis auf wenige Schleierwolken am Himmel den ganzen Tag Sonne.

Blick auf die Hafenpromenade und auf den Atlantik
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Zuerst gingen wir am Yachthafen die Promenade entlang, holten an einem kleinen Stand gleich die Tickets für eine Fahrt mit einem Motorkatamaran, um die Bucht und die Strände auch von der Wasserseite zu begutachten. Souveniershops, kleine Restaurants und ein großes Aquarium zieren nebst einer Segelschule die Hafenpromenade von San Sebastian. 

Segeljollen auf Handwagen in der Fußgängerzone sind keine Seltenheit
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Sehr eindrucksvoll fand ich die Segler, die ihre Boote abgeriggt einfach auf Handwagen oder hinter Fahrräder gehängt durch die Fußgängerzone der Hafenpromenade transportiert haben. Die Stadt gefiel mir ab dem Zeitpunkt noch besser! Die Stadt war voll und belebt, aber zum Glück nicht überlaufen. Diesen Eindruck hatte ich von allen drei besuchten Städten in Spanien. Zunächst haben wir in einem kleinen Fischrestaurant Mittag gegessen, als wir auf die Abfahrt des Katamarans gewartet haben. Das Essen war sehr lecker – aber blutig! Meine Freundin hatte sich Gambas bestellt, die – wie meine Langusten ebenfalls – im Ganzen serviert wurden. Etwas überfordert davon, das Muskelfleisch von Kopf, Schale, Schwanz und Beinen zu befreien stellte sich als sehr kompliziert heraus.

Die leckeren, aber blutigen Langusten
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Die ebenfalls leckeren, aber schwer
zu befreienden Gambas ©2013
by nugaxstruxi
Nach erfolgreicher Stärkung ging es dann auf den Katamaran, der die Bucht einmal abfuhr, der Betonnung folgend raus auf den Atlantik und vor den zweiten, großen Strand von San Sebastian umdrehend den Wellen trotzte. Trotz etwas Unwohlsein, das dem Gesicht meiner Freundin bei dem seitlichen Wellengang auf dem Rückweg deutlich zu entnehmen war, war die Tour sehr schön und wir wurden mit einer sehr schönen Aussicht belohnt. 
Der Atlantik bei gutem Wetter: Zwar nicht aufbrausend, aber ruhig ist
auch etwas anders ©2013 by nugaxstruxi
Sowohl innerhalb, als auch außerhalb der Bucht haben wir eine wunderschöne Aussicht auf die Bucht und die sonnigen Strände von San Sebastian genießen können. Immer wieder gab es Momente, in denen uns die Gischt ins Gesicht gepeitscht ist – nicht aber innerhalb der Bucht. Das Wasser dort war nahezu spiegelglatt.
Blick vom Katamaran auf den Yachthafen von San Sebastian
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In der Bucht war es natürlich ruhiger, also sind dort auch die meisten brauchbaren Fotos entstanden. Selbst in Küstennähe bekommt man den rauheren Charakter des Atlantiks schnell zu spüren. Der Wind hat erheblich aufgefrischt, nachdem wir aus der Landabdeckung heraus auf den freien Atlantik gefahren sind. In der Bucht selbst hat nur ein laues Lüftchen geweht (gefühlt wie 2 bft).

Bestes Wetter auf dem Wasser….
und stets gute Laune!
Nach der Fahrt mit dem Katamaran sind wir an der Strandpromenade entlanggelaufen und an den Stadtstrand gegangen. Das Gefühl, den feinen Sand und das warme Wasser an den Füßen zu spüren, war sehr angenehm. Hier haben wir die Badesachen am meisten vermisst. Die Aussicht war auch hier traumhaft, gar märchenhaft schön!

Blick vom Stadtstrand auf den Yachthafen und die Hafenpromenade
von San Sebastian ©2013 by nugaxstruxi
Blick über den sonnigen Strand
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Wasserplantschen
©2013 by nugaxstruxi





Hier konnte ich nicht mehr an mich halten – und musste im Wasser plantschen. Also fix die Hosenbeine hochgekrempelt und ab ins Wasser! Schwimmen in der Bucht muss unglaublich toll sein – schade, dass wir die Chance dazu nicht hatten – aber wer weiß, wann wir das nächste Mal dahinkommen und dann definitiv mit Badesachen! Das Wasser ist unglaublich klar und der Strand ist schon fast gespenstisch sauber. 

Ich habe unzählige Fotos vom Meer, vom Strand und von den Wellen gemacht – ich kann nicht alle posten, weil es zuviele werden, aber hier ein Foto vom glasklaren, brechenden Wasser in der anlandenden Welle am Strand.

Die brechende Welle am Strand von San Sebastian: Das Wasser ist klar, der Strand sauber und der Sand sehr fein.
©2013 by nugaxstruxi

Schonmal sowas cooles
gesehen? ©2013 by nugaxstruxi
Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man nur kurz ins Wasser geht, weil es kühl ist – aber Baden oder Schwimmen in dieser Bucht muss wirklich toll sein!

Dank des warmen Wetters war es auch kein Problem, mit nassen und teils sandigen Füßen durch die – wirklich sehr saubere – Stadt zu gehen. Etwas weiter im Stadtinneren war es mir dann doch angenehmer, Schuhe zu tragen – auch wenn die Straßen erstaunlich sauber waren und nahezu nirgends Glas oder kaputte Dosen auf dem Boden lagen.



Straßenkünstler mit drei Köpfen – doch welcher ist der echte?
©2013 by nugaxstruxi

Später auf dem Rückweg zum Auto haben wir noch lustige Weggesellen gesehen. 

Einer der Straßenkünstler in San Sebastian beispielsweise saß unter einer Box mit zwei Handpuppenköpfen, hatte eine helle, durch Helium geprägte Stimme und erschreckte Passanten, wenn sie ihn nicht beachteten.

Es haben sich zwei Frauen dran gemacht, eine kleine Bühne aufzubauen – in der Größe eines Koffers ca. und haben einen Bühnenauftritt der Beatles sehr cool zu unterschiedlichen Titeln der Beatles inszeniert. Das VIdeo dazu seht Ihr unten eingebettet, die Fortsetzung findet Ihr hier:

Auf dem Weg trafen wir auch eine der Kolleginnen meiner Freundin hier aus Pamplona, die momentan Besuch von ihren Eltern aus Australien hat. Wir sprachen kurz, gingen ein Stück gemeinsam durch die Fußgängerzone und verabschiedeten uns wieder.

Schwebender Goldmann in San Sebastian
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Ein weiterer Künstler mit angenehm charismatischem Grinsen schwebte in goldenem Gewand auf einem Teppich. Auch als er die Hand von der goldenen Stange nahm, schwebte er weiterhin. Sehr eindrucksvoll – oder doch nur ein starker Magnet unter dem Teppich? Wie auch immer – die interessante Darbietung ließen wir uns nicht entgehen und grübelten einen Moment, wie er es schafft, in der Luft zu sitzen.

Palmen vor den alten Gebäuden San Sebastians
©2013 by nugaxstruxi


Auch die Gebäude sind in Spanien meist gut erhalten. Gerade dieser halb antike Anblick ist in Verbindung mit der Landschaft sehr schön und nicht zu verachten. Wir haben uns in einer Konditorei einen kleinen Snack geholt und sind dann zum Auto gegangen.
Gemeinsam hat der Ausflug umso mehr Spaß gemacht
©2013 by nugaxstruxi


Immer wieder würde ich diesen
Tag erleben wollen ©2013 by nugaxstruxi
Im Anbruch der Abenddämmerung sind wir zurück ins Hotel gefahren und haben noch einige sehr eindrucksvolle Ecken gesehen. Sehr interessant sind auch die Straßenschilder in Spanien – wirklich niedlich sind einige Autobahnschilder. Da wäre einmal das Schild, bei dem die Autos im Comicstil vor überhöhter PKW- und verminderter LKW-Geschwindigkeit warnt, eins, dass es Reitern, Kutschen und Fußgängern verbietet, die Autobahn zu nutzen und zig Kreisel und Verzweigungen auf dem Weg – teils sehr dicht aneinander gelegen, sodass man als Regionsfremder ziemlich ins „Schwitzen“ kommen kann, wenn man nicht gleich auf die richtige Spur geleitet wird. Hier ein kleiner Ausblick. In der Sammlung ist auch ein Bild der für uns bisher unbekannten Mautstationen auf der Autobahn. Die Maut schwankt relativ stark – aber vermutlich ist die Höhe der Kosten abhängig von der Strecke bis zur nächsten Mautstrecke.

Verkehrssituationen in Bilbao: Immer wieder was neues! ©2013 by nugaxstruxi
Rückkehr in die Region Navarra in
der Dämmerung ©2013 by nugaxstruxi 
Rückfahrt nach Pamplona – das Wetter blieb bis wir
im Hotel ankamen so angenehm ©2013 by nugaxstruxi


Unser zweiter Kurzurlaubstag war angebrochen. Nachdem wir grade den Mietwagen vollgetankt hatten, weil wir uns gemeinsam die Quelle im Nationalpark Urbasa ansehen wollten, fuhren wir auf einen der in Spanien weit verbreiteten mehrspurigen Kreisel, um bei der dritten Ausfahrt den Kreisverkehr zu verlassen – als wir plötzlich von einem heftigen Ruck, begleitet durch einen lauten Knall durchgeschüttelt wurden und von einem Fahrzeug vorne links erfasst und umhergeschleudert wurden. 

Der Unfallverursacher, ein Einwohner Pamplonas, war mit überhöhter Geschwindigkeit auf der inneren Spur des Kreisverkehrs gefahren und ist nicht wie wir weiter im Kreisverkehr gefahren, sondern wollte die Ausfahrt rechts von uns nehmen. Da er nur sehr gebrochen Englisch gesprochen hat, mein Spanisch sich meist aufs Verstehen und Verfassen von kurzen Texten beschränkt und meine Freundin erst seit einem Jahr Spanischunterricht hat, gestaltete sich die Kommunikation mit dem Unfallfahrer – und später auch mit der Policia Municipal, der städtischen Polizei, die den Unfall aufgenommen hat – sehr kompliziert. Zu unserem Glück ließen die Polizisten (die auch nicht wesentlich besser Englisch sprachen oder verstanden) sich den Unfall von beiden Parteien jeweils einmal ausführlich schildern und zeigten den Unfallhergang zu unserem Verständnis noch einmal auf Papier auf. Da die äußere Spur in solchen Kreisverkehrsystemen vorfahrtsberechtigt ist, traf uns keine Schuld, was meine ohnehin schon total aufgebrachte und niedergeschlagene Freundin erheblich aufbaute.
Vom Unfall beschädigter Mietwagen
©2013 by nugaxstruxi
Da durch den Unfall das Blech des vorderen linken Kotflügels so verformt war, dass es die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt hat, haben die Polizisten mit Brecheisen und erheblichem Kraftaufwand das Rad wieder lauffähig gemacht. Weite Strecken wollten wir damit dennoch vermeiden zu fahren, da auch die Assistenz- und Informationssysteme des Polos verrückt gespielt haben. Also beschlossen wir, den Mietwagen am Hotel abzustellen, da die Vermietung am Sonntag geschlossen hatte. Nach ein paar Minuten des „Runterkommens“ und Entspannens haben wir uns mit dem Bus auf den Weg in die Stadt von Pamplona gemacht. Die Busfahrt war mit 0,65 € p.P. sehr günstig aufgrund einer Prepaid-Bus-Rabattkarte. Wir haben uns die Altstadt und einen sehr schönen Vorplatz des Stadtregierungsgebäudes angesehen und sind danach auf die Stadtmauer, von der man einen sehr guten Blick über die Stadt hat.
Katholische Kirche in Pamplona ©2013 by nugaxstruxi
Meine Freundin hat mir die Stierkampfarena und einige, sehr schöne Ecken in der Stadt gezeigt. In Spanien werden die Stierkämpfe sehr befürwortet und es ist empfehlenswert, sich nicht negativ darüber zu äußern, wenn ein Spanier in der Nähe ist – denn die Stierkämpfe haben eine sehr alte und schon fast heilige Tradition; vor allem in Pamplona, was für die Stierkämpfe bekannt ist. Obwohl es etwas bedeckter wurde, wurde es nicht wesentlich kälter bis wir abends wieder ins Hotel gekommen sind.
Wunderschöne Aussicht 😉
©2013 by nugaxstruxi

Blick von der Stadtmauer über Pamplona ©2013 by nugaxstruxi
Unterwegs in der Stadt haben wir uns eine Mischung aus gefrorenem Joghurt und Eis geholt. Erst hatten wir einen kleinen Becher, danach auf dem Rückweg den größten – Das war so unglaublich lecker und fehlt uns in Deutschland definitiv! 
Der große Smöoy-Becher mit Schokoladenstreuseln, Knusperperlen
und weißer Schokoladensauce ©2013 by nugaxstruxi
Eis-Joghurtgemisch naschend haben wir uns dann auf den Rückweg begeben. Gut zwanzig Minuten waren wir zu Fuß unterwegs – bis wir in einen sehr schönen Park mit einer sehr außergewöhnlichen Brücke gekommen sind. Dort verweilend und naschend haben wir den Abend ausklingen lassen und sind danach Richtung Bus gegangen, der nicht viel später kam und uns mitnahm.
Zweimal was Süßes ♡ ©2013 by nugaxstruxi
Die Brücke ist aus Beton und sehr interessant gebaut. Es gibt zudem kein Geländer, an dem man Halt suchen kann. Das Wasser ist allerdings auch nur ca. knöchel- bis knietief, was die „Rettung“ im Notfall sehr einfach macht.
Betonbrücke über den Fluss in Pamplona
©2013 by nugaxstruxi
Faszinierend fand ich den Blick von einer weiteren Brücke in den Parkanlagen – denn hier hat die Seidenspinner-Raupe ganze Arbeit geleistet. Der Kontrast der vollständig kahlen, weiß besponnenen Bäume zu den in voller Pracht stehenden Pflanzen ringsum ist faszinierend.
Weiß gesponnene Bäume inmitten der grünen Vielfalt ©2013 by nugaxstruxi
Nun war der Tag des Abschieds gekommen. Mit dem beschädigten Mietwagen wollten wir keine weiten Strecken mehr fahren, weshalb wir morgens gleich zu AVIS gefahren sind, um den Mietwagen abzugeben bzw. gegen einen heilen zu tauschen. Gegen die Selbstbeteiligung von 50,00 € erhielten wir ohne Probleme einen neuen Mietwagen, mit dem wir umgehend nach Bilbao aufbrachen, um dort noch einen letzten gemeinsamen Tag vor meiner Abreise zu verbringen.
Wunderschöne Bilderbuchstraßen auf dem Weg nach Bilbao
©2013 by nugaxstruxi
Wegweiser auf der Autobahn nach
Bilbao und Madrid ©2013 by
nugaxstruxi

Die Fahrt Richtung Bilbao selbst war landschaftlich wieder sehr interessant, aber sonst unspektakulär. Spannend, ja wirklich abenteuerlich wurde es in Bilbao selbst – denn da haben wir leider die erste Ausfahrt ins Stadtzentrum verpasst und mussten uns einen Weg durch kleine Gassen und Umgehungsstraßen suchen. An sich wäre das recht unproblematisch gewesen – nur leider ist Bilbao in einer Talsenke zwischen Bergen errichtet worden, sodass auch die Berghänge bis zur Bergkuppel bebaut und bewohnt sind. 
Autobahn kurz vor Bilbao ©2013 by nugaxstruxi
Mein Herz hat für einen Moment ausgesetzt zu schlagen, als ich den Kreisverkehr entdeckt habe, auf den wir fahren mussten. Der Kreisverkehr lag nämlich auf einem Plateau von ca. 40m Durchmesser auf einem einzigen Sockel – und wohin man blickt geht es unglaublich tief runter. Noch schockierender war das Schild am Straßenrand, dass die Höhenmeter angegeben hat. Das waren ganze 1200m! Mir war sehr, sehr unwohl dabei.

Impressionen aus Bilbao ©2013 by nugaxstruxi
Dafür war Bilbao als wir endlich im Parkhaus geparkt hatten umso schöner. Es gibt einen schönen Stadtpark in Bilbao und die Mischlage zwischen Bergregion und der Nähe zum Wasser ist sehr reizvoll – in einem Haus am Hang könnte ich dennoch nie wohnen. Sehr lustig fand ich den Bilbobus – Hobbits haben wir allerdings keine getroffen in Bilbao. Bilbao hat einen sehr schönen Stadtpark, den wir besucht haben. Es gibt dort mehrere Brunnen und alte Gebäude, die neben den Palmen dem Ort ein sehr besonderes Feeling vermitteln. Leider wurde einer der Brunnen grade gereinigt und war deshalb ausgeschaltet, als wir dort waren. Genießen konnten wir die Zeit dort dennoch.
Die Parkanlagen in Bilbao ©2013 by nugaxstruxi
Gegessen haben wir am Nachmittag Tortillas und ein kleines Brötchen mit Schinken und Käse. Wir haben den Nachmittag dann noch entspannt verbracht, uns gesonnt und ein Einkaufszentrum besucht – allerdings war das so ziemlich das Unspektakulärste des gesamten Urlaubs. Einzig die stilvoll gestalteten Waschbecken auf der Toilette waren ganz interessant zu sehen, da das Wasser quasi nur auf eine Steinplatte lief und es eigentlich kein richtiges Waschbecken gab.
Einfach mit dir chilln, das ist was ich will…
©2013 by nugaxstruxi
Das letzte Foto in Spanien: Die Jesus-Statue
inmitten eines Verkehrskreisels in Bilbao
©2013 by nugaxstruxi
Um so schwerer fiel der Abschied am Flughafen dann. Schweren Herzens mit Tränen in den Augen und traurigen Blicken zurück betrat ich nach Kontrolle des Handgepäcks den Sicherheitsbereich. Um uns den Abschied nicht so schwer zu machen, bin ich relativ schnell nachdem ich den Rucksack wieder befüllt und geschlossen hatte zum Flugzeug gegangen. Immerhin haben wir auch bis kurz vor Ende des Boardings noch gemeinsam am Flughafen gesessen und uns gegenseitig vom Gedanken ans Wegfliegen abgelenkt.

Abends bin ich um 18:35 Uhr mit der Lufthansa mit dem Flug LH1145 nach Frankfurt. Unterwegs gab es einige Turbulenzen, den Sonnenuntergang aus dem Flugzeug zu beobachten war unglaublich toll und eine kleine Entschädigung für die Angst, die mich wieder aufgesucht hatte. In Frankfurt angekommen habe ich mein Gate für den Weiterflug gesucht und mir unterwegs eine Wurst mit Brötchen geholt – mit der ich dann auch in den Shuttlebus zur Boing 737 gestiegen bin, weil das Boarding für den Flug LH 058 schon begonnen hatte. Der Flug war angenehmer und bis auf ein bisschen Schaukeln habe ich fast nichts mehr gemerkt. Auch dieser Flug hatte allerdings einen Haken: Auf dem Sitz, der zwei Plätze neben mir war, waren noch Reste von Erbrochenem des vorherigen Fluggastes auf diesem Sitz. Da es scheinbar auch die Lüftungsschlitze der Klimaanlage erwischt hatte, wurde der durchaus unangenehme Geruch im gesamten Flugzeug verteilt. Die Stewardessen haben jedoch relativ schnell Gegenmaßnahmen ergriffen und die Verunreinigung beseitigt. Nicht rückstandslos, aber der Geruch war erheblich geringer geworden, der von diesem Platz und der Klimaanlage ausging.

Ca. um 23:00 Uhr war ich dann wieder in Hannover gelandet. Es war ein unglaublich tolles, sehr interessantes und wunderschönes Wochenende. Ich habe sehr viele Eindrücke mitgenommen und die Zeit zu zweit sehr genossen! Jetzt ist es nur noch halb so lang, bis sie wieder in Deutschland ist. Ihren Blog könnt Ihr übrigens hier verfolgen.

Danke, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, bis hierher zu lesen!  Ist nunmal nicht wenig zu berichten. Ein riesiger Dank gilt meiner Freundin, ohne die ich all diese Eindrücke und Erfahrungen nicht hätte sammeln können.

Was denkt Ihr über den Urlaub, die vielen Eindrücke und übers Fliegen? 
Schreibt´s in die Kommentare!

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Euer nugaxstruxi

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2 Gedanken zu „Ein verlängertes Wochenende in Nordspanien

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