Apple iOS: Update auf 7.1

Nach dem Motto „besser spät als nie“ gebe ich hier meinen Senf zum iOS-Update vom 18.03.2014 (ja, das ist schon etwas her…) ab. Da ich aufgrund von Umzug und sehr üppigen Arbeitswochen bisher nicht dazu gekommen bin, kommt dieser Blogpost leider etwas verspätet. Vielleicht findet der ein oder andere ja dennoch hier und da einige nützliche Features, die er/sie schon immer vermisst hat.
Mit insgesamt 186 MB ist das Update nicht unbändig groß, zählt aber dennoch nicht zu den kleinsten Updates, die Apple veröffentlicht hat. Gut, dass Apple da denen mit geringem UMTS/LTE-Volumen die Möglichkeit eines Updates via Mobilnetz gleich verbietet. Das ist allerdings nicht neu. Bereits in vorigen iOS-Versionen wurden die Updates nur bei bestehender W-LAN-Verbindung gestartet.
Das Update stabilisiert das System mal wieder und kleinere Bugs , die zu gelegentlichen Abstürzen einzelner Anwendungen führten, wurden behoben. 
Doch bei diesem Update gibt es mal wieder was neues zu entdecken. So haben die Jungs und Mädels aus Cupertino einige Usability-Features bzw. im Apple-Slang Bedienungshilfen im System integriert.

Usability á la Apple

Code-Menüpunkt nun direkt in
den Einstellungen zu finden

Endlich hat Apple es geschafft, die EInstellungen für den Sperr-Code aus einer verschachtelten Untermenüebene in die normale Einstellungsansicht zu nehmen. Aus meinen Augen ein deutlicher Gewinn – grade für Leute, denen das Sperren des Gerätes mit einem Sperr-Code ansonsten evtl. zu umständlich war. Indirekt also doch ein Sicherheits-Update. 

Eine der neuen Funktionen ist zudem unter Einstellungen – Allgemein – Bedienungshilfen zu finden. Hier hat man nun die Möglichkeit, die Tastenformen in Menüs anzupassen. Manchen gefällt´s sicherlich, ich finde es unsinnig. Ein neues Feature, das denke ich recht selten Anwendung findet.


Früher nur via Jailbreak möglich: Das Aufleuchten des LED-Blitzlichtes bei verpassten Ereignissen. Nun ist diese Option ebenfalls im Bedienungshilfen-Menü zu finden.
In einigen Situationen kann diese lautlose optische Benachrichtigung durchaus sinnig sein. Ohne das Display zu aktivieren erkennt man so, dass jemand versucht hat, Kontakt aufzunehmen oder beispielsweise ein Kalender-Event bald startet. Die Einstellung verbraucht aber je nach Häufigkeit der Benachrichtigungen nicht unerheblich Strom. Wer also lieber auf eine vergleichsweise lange Akkulaufzeit statt auf den stillen Notifier setzt, sollte dieses Feature unberührt lassen. Per default ist die Option inaktiv.
Ebenfalls aus dem Bereich Usability sind die Kontrasteinstellungen, die ebenfalls dazugekommen sind. Die Transparenz der opaquen Hintergründe und Menüs kann mit einem Menüpunkt reduziert werden. Ist man viel draußen unterwegs und muss bei viel Sonneneinstrahlung das Smartphone bedienen, kann man hier durchaus einen Mehrwert entdecken. Zudem wird die APU weniger belastet, da Transparenz in Menüs immer Rechenleistung kostet. Mit demselben Hintergedanken kann man nun auch die Farben minimal abdunkeln und den Weißpunkt des Displays ein stückweit  absenken. 
Kontrasteinstellungen unter iOS 7.1

Ein Einblick in künftige Pläne zu CarPlay

CarPlay halb integriert
In den Einstellungen unter Einschränkungen findet man bereits einen Menüpunkt für CarPlay, das bisher noch nicht vollständig in iOS integriert ist, aber scheinbar auf dem besten Weg dahin ist, es zu werden. CarPlay soll die Integration des iPhones in Neuwagen ab 2014 vereinfachen. Ähnlich, wie es teils mit Bluetooth bereits möglich ist, vollständige Kontaktbücher, Anruflisten und SMS des Mobiltelefons über den Bordcomputer bzw. das Display im Autoradio – oh Pardón! Ich meine im Autotainment-System – anzeigen und verwalten zu lassen, soll CarPlay eine möglichst nahtlose iOS-Integration ins Fahrzeug ermöglichen. Wer mer dazu lesen möchte, kann gerne hier nachlesen. Die Integration ins Cockpit werden allerdings nur noch iPhone 5-Nutzer (und neuer) erleben. Für das iPhone 4s und alle älteren iPhones wird es hier keine Unterstützung geben.

Usability-Upgrade in der Telefon-App

Neue Telefonfunktionen

Es ist seit iOS 7.1 nun möglich, aus einer eingegebenen Nummer über das kleine Plus im Kreis links neben der gewählten Nummer einen neuen Kontakt zu erstellen oder einen vorhandenen zu aktualisieren. Vorher musste man sich die Nummer herauskopieren und nachdem man den Kontakt im Telefonbuch gefunden hatte diesen bearbeiten und eine neue Nummer hinzufügen. Daumen hoch!

Zudem wurde das Userinterface bei Telefonaten an das Design angepasst, das bereits das iPhone 5s und 5c mit iOS 7.0.2 mit auf den Weg bekommen haben.

Vertrauensstellung zum via USB/WLAN verbundenen Computer

Das iDevice fragt nun wieder nach, ob der verbundene Rechner vertrauenswürdig ist oder nicht. In iOS 5 gab es dieses Feature bereits, mit der Zeit ist es allerdings verschwunden. Die Wiedereinführung kann damit zusammenhängen, dass nun auch wieder die Synchronisation von Kalender, Mail und Notizen via USB erlaubt ist. Mit iOS 7 kam dank Apple hier der Zwang, die persönlichen Daten in die iCloud hochzuladen, falls man diese mit dem Rechner synchronisieren wollte. Angesichts der aktuellen Lage bezüglich der Medien und der Medienwirksamkeit von Enthüllungen rund um Datenschutz und Datensicherheit ist der Schritt taktisch klug gewesen.

Nun wieder da: Vertrauensstellung in iOS 7.1

Mein Fazit zu iOS 7.1

Das Update hat einige durchaus sinnige und einige sehr interessante Neuerungen mit sich gebracht. Die ein oder andere Verbesserung in Hinblick auf Usability und Benutzerfreundlichkeit wurde eingebaut – jedoch finde ich nicht jede davon sinnig. Ich bin sehr gespannt, inwieweit CarPlay sich in der Praxis als sinnvoll erweist und wie gut die Kommunikation über welchen Weg stattfindet. Für Cloud-Flüchtlinge wurde ein Strohhalm gereicht, der hoffentlich noch möglichst lange oben schwimmt und nicht im Zuge einer Cloudification abreißt. Alles in Allem ist 7.1 ein gelungenes Update für Apples Mobilsystem iOS.

– nugaxstruxi 

Eingefügte Screenshots sind vom Autor erstellt und unterliegen dem Copyright. 
© by nugaxstruxi

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