Sind das Spinnen?! Nein, Indonesische Vampirkrabben!

Sowohl „Ihh was ist denn das für ein Ungeziefer?!“ als auch „Wow, die sehen ja faszinierend aus!“ habe ich bisher schon als Reaktion auf die neuen Mitbewohner gehört. Seit einigen Tagen hege und pflege ich wirklich außergewöhnliche Schalentiere. Erst durch einen interessanten Zufall bin ich aufmerksam auf die spannenden Zeitgenossen geworden. Es handelt sich um indonesische Vampirkrabben. Genauer gesagt handelt es sich um drei Unterarten der Geosesarma: Nämlich der Geosesarma bicolor (Bild oben links), der Geosesarma sp. Vampir (Bild unten rechts) und der Geosesarma sp. fire (Bild oben rechts und unten links).
Sie leben vorwiegend an Land, benötigen zum Befeuchten der Kiemen und gelegentliche „Jagdausflüge“ ins Wasser allerdings auch einen entsprechenden Wasserteil im Aqua-Terrarium. Die Ernährung ist vorwiegend carnivor, allerdings bedienen sie sich auch gerne an Salat, Obst und Gemüse, sofern nicht zu viel Säure enthalten. Bei einer Wasser/Lufttemperatur zwischen 20°C und 28°C und einer Luftfeuchtigkeit jenseits der 85% fühlen sie sich wohl. Sie sind sehr friedliebend und verwenden ihre Scheren nur als Essbesteck. Hier könnt ihr einer Geosesarma sp. fire bei einer Mahlzeit beobachten. Mittlerweile sind sie teils so zutraulich geworden, dass sie gefriergetrocknete Mückenlarven auch aus der Hand essen.

Da sie unglaublich gute Kletterkünstler sind, ist es anfangs recht schwierig gewesen, ihr „Haus“ ausbruchssicher zu gestalten. Sie können beispielsweise den Pumpenschlauch und Kabel zu Wasserpumpe und Heizelement hochklettern – auch wenn man glaubt, dass es viel zu steil wäre. Sie schaffen es, wenn sie wollen. Am Land graben sich die Weibchen oft Höhlen oder sie verstecken sich zwischen Steinen. Für ihre Mahlzeiten und zwischenzeitliches Sonnen kommen sie wieder heraus.

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