Apple iOS: Eine Woche mit iOS 9 – die größten Neuerungen

Mittwoch Abend vergangener Woche wurde nach deutscher Zeit iOS 9 zum Download freigegeben. Wie immer war der Sturm auf die Updateserver von Apple groß und es kam zeitweise zu Verzögerungen bzw. Downloads, die zwar begonnen haben, aber nach kurzer Zeit abgebrochen haben.

Die fehlgeschlagenen Aktualisierungen konnten allerdings unproblematisch wieder neu gestartet werden. Mir sind keine korrupten Installationen bekannt.
Sehr kurz nach abgeschlossener Aktualisierung und den damit verbundenen Neustarts machte sich die neuere, bessere, schlauere Siri zu Wort. Doch sie wollte auch gleich etwas wissen. Nämlich, wie ich „Hey Siri“ ausspreche. Denn nun ist es möglich, wenn das iPhone lädt die Worte „Hey Siri“ zu sagen. Sie wartet nämlich lauschend auf Aufgaben. Doch zwingend muss man das Feature nicht nutzen. Apple hat erkannt, dass die Nutzerschaft doch unterschiedlich mit einigen Themen – wie zum Beispiel dem Datenschutz – umgeht.
Aprospros iPhone laden: Es gibt nun einen Stromsparmodus, der – sofern das iPhone einen niedrigen Akkuladestand erreicht – zum Verlängern der Laufzeit genutzt werden kann. Apple redet hier von ca. einer Stunde mehr Akkulaufzeit durch Deaktivieren von Hintergrundaktualisierungen und Downloads sowie dem Reduzieren von grafischen Effekten. Übrigens: Bei Aktivierung ist der Stromsparmodus am farbigen Akkuladestandanzeiger in der Toplesse erkennbar. Nach erster vollständiger Ladung nach Aktivierung wird der Stromsparmodus automatisch wieder deaktiviert.
Die Einstellungen von Safari lassen nun mehrere „neue“ – naja für iOS-User „neue“ Optionen, wie beispielsweise das Handling von Website-Daten. Dabei sind Optionen wie beispielsweise JavaScript und weitere Einstellmöglichkeiten hinzugekommen.
Nützlich, aber aus meiner Sicht nicht bahnbrechend und neu – sondern eher überfällig. Apple hat hier eindeutig nachgezogen. Zugzwang. Wenn selbst freie Software erheblich mehr Features als Hardware-gebundene Software wie die des Herstellers Apple, dann müssen die Funktionen schleunigst in das System integriert werden.
Für Apple ist das einerseits typisch aber auch untypisch. Auf der einen Seite wurden oft schon erst sehr spät Protokolle und Features in Apple-Betriebssysteme aufgenommen – vermutlich, damit sie bereits eine gewisse Marktreife erlangt haben. Auf der anderen Seite wurden Eigenentwicklungen oft schon recht früh durch Apple eingeführt.

Für die Autofahrer unter uns gibt es eine angenehme Neuerung als Fahrtbegleiter: CarPlay. Dadurch wird die Nutzung von Apps auf Reisen während dem Fahren möglich. 
Doch sicher ist es in meinen Augen nicht. Es führt zu komplexeren Menüs, mehr Ablenkung und somit zu einer Erhöhung des Risikos im Straßenverkehr. Dennoch bringt es mehr Comfort und Entertainment ins Auto.
Auch der App-Wechsler ist überarbeitet worden. Doch aus meiner Sicht weicht der Optik die Usability. Zumindest auf den neueren iPhones mit größeren Displays ist ein App-Beenden kaum mehr mit einer Hand möglich. Klares Dislike.
Super finde ich hingegen die Möglichkeit, endlich mit der Frontkamera aufgenommene Videos in Auflösung und Framerate zu verändern. Ein kurzes Spaßvideo muss schließlich nicht soviel Speicherplatz einnehmen und von so guter Qualität sein wie das Erinnerungs-Urlaubsvideo. Daumen Hoch! Allerdings…Das konnte Android bereits nativ in Android 2.3. Jetzt sind wir bei Android 5 / M.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.