Ubiquiti UniFi: RF-Messung

Mittlerweile wird beim RF-Scan auf beiden Radios gleichzeitig gesucht. Der Access Point selbst steht in der Zeit für Datenverbindungen nicht zur Verfügung. Hat man nur einen AP, muss man warten, bis der Scan durch ist und man wieder Verbindung zu der oder den ausgestrahlten SSiDs bekommt. Nicht wundern; beim Start des RF-Scans sieht es erst aus, als würde der Access Point gar keine Channel scannen. Die bereits gescannten Channel tauchen dann nach und nach in der GUI auf. In der App ist es recht komfortabel zu beobachten, weil einfach zwischen 2G und 5G hin- und hergeschaltet werden kann. In der Web-GUI des Controllers ist es auch möglich, lange aber nicht so komfortabel.

Wofür steht eigentlich RF-Messung?

Die Abkürzung „RF“ steht in diesem Kontext für „Radio Frequency“, also die Funkfrequenzen, die vom WLAN in Anspruch genommen werden. Es wird dabei das nähere, direkte Umfeld vom Access Point geprüft und die ausgestrahlten SSiDs anderer Betreiber und andere Störquellen berücksichtigt. Das Ergebnis, das ein Access Point erhält, kann für einen anderen Access Point bereits ein völlig anderes sein, da beispielsweise aus Norden und Westen andere SSiDs angrenzen, der Süden aber beispielsweise vollkommen störfrei ist.

Was kann ich mit der Auswertung der Ergebnisse anfangen?

Nach erfolgreichem Scan der Frequenzbänder erhälst Du eine grafisch aufbereitete Auswertung, wie stark einzelne Frequenzbänder bei Dir belegt sind. Dabei sind vollständig graue, also unbelegte Bänder meist zwar die seltensten, aber am ehesten die, auf denen störungsarm kommuniziert werden kann. Du kannst Deinen Access Point dann so einstellen, dass er die Radios, also die „WLAN-Antennen“ nur auf Frequenzbändern hochfährt, auf denen wenig los ist.

Können andere Hersteller das auch?

Ja, andere, professionelle Hersteller können das und noch wesentlich mehr abfragen. Es ist sogar möglich – die richtige Hardware vorausgesetzt – in Innenräumen nur durch WLAN und sog. iBeacons zu orten und einen Standortverlauf festzuhalten. Das wird übrigens bereits in vielen Einkaufszentren gemacht, wo „freies WLAN“ angeboten wird. Eigentlich ist das WLAN meist nicht ganz so „frei“, denn Du gibst den Einkaufszentren so die Möglichkeit, dein Kaufverhalten mit Deinem Bewegungsprofil kombiniert abzuspeichern. Großes Big-Data-Kino, nicht jedem Datenschützer recht.

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