470er segeln

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Der 470er ist eine Sportjolle. Der Name der Bootsklasse leitet sich von der Länge des Rumpfes ab. Mit segel fertigen 120kg ist das Boot eines der leichteren. Die Klasse ist olympisch, wird also auch bei Olympia gefahren und ist entsprechend verbreitet. Eine Bootsklasse ist dem 470er allerdings dicht auf den Fersen bzw. am Überholen; 505er sind – wie der Name schon sagt – in der LüA (Länge über Alles) dem 470er überlegen. Da greift das Sprichwort „Länge läuft.“.

Der 470er kann sowohl unter Großsegel mit Fock, als auch mit zusätzlichem Spinnaker gefahren werden. Mit 12,7qm Segelfläche am Wind (Groß: 9,12qm; Fock: 3,58qm) und optionalem 13qm-Spinnaker ist das Verhältnis von Segelfläche zu Gewicht sehr gut ausgeglichen. Bei wenig Wind erreicht man verglichen mit vielen anderen Booten hohe, allerdings nicht unbedingt die höchsten Geschwindigkeiten. Getoppt wird der 470er leicht von Katamaranen, bei wenig Wind besteht auch nur eine geringe Chance auf einen Sieg gegen einen Laser. Allerdings hat das auch mit der Yardstick-Berechnung zu tun. Rein von der Zeit ist es gut möglich, auch einen Laser mit einem 470er bei wenig Wind (unter 2 bft) zu schlagen. Die Wertung fällt da allerdings eher dem Lasersegler zugute.

Neben vor Adrenalin sprudelnden Fahrten kann man allerdings auch ruhige Tage auf einem 470er erleben. Solche Fahrten sind auch bekannt als Bräungungs- oder Kaffeefahrten und sind unter den Sportseglern etwas verpöhnt. Ab und an genieße ich einen solchen Tag gerne. Schalte ab, genieße die Natur und lasse mich mit meinem Vorschoter/meiner Vorschoterin nur durch die Kraft des Windes über das leise säuselnde Wasser treiben.

Sofern wieder Regatten anstehen, werde ich mich spätestens wieder aufs Boot begeben. Du auch?

Wenn Du mehr dazu erfahren willst, sprich mich an oder schau auf der Website der internationalen Klassenvereinigung (Link) vorbei.